RyZen Prozessoren von AMD

Es ist nun soweit, die neuen RyZen CPUs von AMD sind bald erhältlich, der Vorverkauf beginnt ab sofort und offiziell schaffen sie es ab dem 02.03.2017 in die Läden.

Leistungssteigerung von RyZen
Leistungssteigerung von RyZen, Quelle: AMD

Laut Computerbase sind dies die Start-Modelle:

RyZen Modelle zum Start
RyZen-Modelle zum Start, Quelle: Computerbase.de

Auffällig ist, dass alle drei Modelle 8C/16T Modelle sind und somit mal eben die C/T-Zahl der aktuellen „Upper-Mainstream-Gamer“-Modelle verdoppeln. Preislich unterscheiden sich die Ausführungen um 70-90 Euro, aber es ändert sich nur die Taktrate bzw. die TDP.
Der 1800X ist das neue Flagschiff und wird demnach wohl eher von Enthusiasten gekauft und ist die direkte Konkurrenz zum Intel Core i7-6900K, der doppelt soviel kostet und genauso viel leisten soll.
Fraglich ist wie Intel reagieren wird, den Preis des 6900K werden sie nicht halten können. Wahrscheinlich wird er um 15%-20% fallen und Intel bringt ihr nächstes Modell früher als erwartet raus um weiterhin im Enthusiasten-Bereich fischen zu können.

Für die gehobenen Gamer wird der 1700X der interessanteste Prozessor sein, da er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. In diesem Preisbereich hat Intel gar keinen Kandidaten zur Verfügung, den sie entgegnen könnten. Es bleibt aber abzuwarten wie sich RyZen in den Gaming-Benchmarks schlägt, da sehr viele Hardwareseiten viele Spiele im Parcour haben, die auf 2-4 Cores setzen bzw. veraltete Engines verwenden, könnte es sein dass AMD trotz modernster 8C/16T-Technologie ihren Trumpf nicht richtig ausspielen kann, weil er sich nicht in den Benchmarks wiederspiegeln wird.

Es bleibt zu hoffen, dass zumindest die großen Hardwareseiten auch Spiele mit aufnehmen, wo ein Multicore-Prozessor wie der RyZen oder auch Intels 6900K seine stärken ausspielen kann. Denn sonst könnte ein ähnliches Schicksal drohen, wie bei AMDs letzten Bulldozer/Piledriver/Vishera-CPUs.

Zuletzt darf man gespannt sein, wann die neuen Motherboards vorgestellt werden und ob diese zum Start zur Genüge verfügbar sein werden.

Mehr als Daumendrücken bleibt wohl nicht übrig.

„SmartSwitch“-Fehler beim Start

Es ist mein erster Blogeintrag und gleich ein negativer, aber der undefinierte Startfehler von SmartSwitch hat mir keine Ruhe gelassen.

Die Auflösung gibt es am Ende im Fazit.

Worum es geht

Jeder kennt das berühmt berüchtigte „iTunes“ von Apple. Für viele Menschen ist es der Hauptgrund um kein iPhone zu kaufen oder zu einem anderem Hersteller zu wechseln, die Anderen schwören auf die einfache Backup-Funktion.

In der Tat ist es mehr als einfach über iTunes sein iPhone zu synchronisieren, einfach klicken und losgehts, standardmäßig macht es iTunes sogar automatisch, sobald man sein Smartphone anschließt. Ob es gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten, aber es funktioniert i.d.R.

Nun komme ich mit meinem Samsung Galaxy S6 und versuche ähnliches mit Samsungs eigener Software „SmartSwitch“ (früher Kies). Die Installation ist denkbar einfach und wie gewohnt, runterladen und ausführen. Am Ende wird man gefragt, ob man SmartSwitch nach der Installation starten möchte und das möchte ich auch. Doch begrüßt mich direkt eine Fehlermeldung:

Fehlermeldung Samsung SmartSwitch

A monitor program has been found running in your system. Please, unload it from memory and restart your program.

Was sagt einem so eine Fehlermeldung? Nicht viel, deshalb habe ich schnell Startpage bemüht, zuerst zu dem Fensterbezeichner „Themida„. Offensichtlich eine Sicherheitsfirma für Software, so zumindest die eigene Beschreibung. Die Binary von SmartSwitch scheint also durch die Firma (Oceans Technologies) gesichert worden zu sein, wohl zum Schutz gegen Manipulationen und Reverse-Engineering. Sobald man die Meldung mit „Ok“ bestätigt, wird auch das gesamte Programm geschlossen.

Nach einer kurzen Wireshark-Analyse hat sich ergeben, dass der Fehler das Programm nicht daran gehindert hat Kontakt mit Samsungs-Server aufzunehmen und nach Updates zu suchen, interessanterweise heißt es intern wohl noch immer „Kies“. Viel mehr fällt auch nicht auf, es wird eine Verbindung zu Amazon Servern in Japan und L.A. hergestellt, wahrscheinlich zu den Web Services (Cloud & Hosting), dann wird ein Cookie gesetzt und eine App-Liste gezogen. Warum? Gute frage, sehen kann ich die nicht, wahrscheinlich weil SmartSwitch mit dem Fehler abraucht. Dabei ist es auch unerheblich, ob das Smartphone angeschlossen ist oder nicht.

Das alles ist semi-interessant und hilft mir nicht bei dem Problem, doch im Internet gibt es einige Lösungsvorschläge, bei einem ist es die Steuer-Software, bei einem anderen der Process Monitor. Beides habe ich installiert, die Frage ist, ob es eins davon ist. Ich versuche mich also an der logischen Variante und deinstalliere die t@x Software und siehe da, nach einem Neustart funktioniert SmartSwitch wie es soll.

Zusammenfassung

Es ist offensichtlich so, dass die installierte Steuersoftware (t@x Version 2012 u. 2013, evtl. früher und später ebenfalls) mich daran gehindert hat, SmartSwitch zu starten, durch ein Modul der Firma Ocean Technologies.

Den Zusammenhang muss man erst mal herstellen, normal ist das meiner Meinung nach nicht und Samsung trifft an dieser Stelle wohl keine Schuld. Da das Sicherheitsmodul der Firma käuflich erworben werden kann, gibt es sicherlich noch andere Programme die diesen Fehler erzeugen. Warum dieser Fehler ausgerechnet bei SmartSwitch generiert wird bleibt mir ein Rätsel.